Storytelling als Mindset

Storytelling als Mindset

Im August hatte ich mit Thorsten Ising und Björn Negelmann ein Gespräch – dem #d2mTalk – zu Storytelling als Mindset.

Oft wird Storytelling als Tool, als nützliches Werkzeug, bezeichnet. Für mich ist Storytelling viel mehr. Es geht in die DANN der Unternehmenskultur ein und ist eine Grundhaltung, ein Mindset.

Was ist ein Mindset?

Mindset wird auch synonym mit den Begriffen Einstellung, Denkweise oder Lebensphilosophie verwendet. Ein Mindset eines Menschen ist sehr individuell, da es durch Erinnerungen und Erfahrungen geprägt wird, die im Unterbewusstsein gespeichert sind. Sie ist die generelle Grundhaltung beziehungsweise Denkweise einer Person und beeinflusst deren Meinungen und Handlungen. Es ist eine innere Orientierung, die das Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst.

Storytelling als Haltung

Mittels Storytelling werden Fakten und Informationen nicht nur einfach und konkret vermittelt, sondern sie sprechen uns Menschen zusätzlich emotional an. Aus der Hirnforschung wissen wir, dass emotional aufgeladene Informationen, die uns als Adressat berühren, weitaus nachhaltiger wirken als reine Fakten und so ihren Weg ins Langzeitgedächtnis finden.

Darin liegt großes Potential für Unternehmen. Doch ist das alles, was Storytelling ausmacht? Nein, denn Storytelling ist viel mehr als eine Methode oder ein Werkzeug: Storytelling bedeutet, eine Haltung einzunehmen, die fest in der Kultur und der Strategie eines Unternehmens verankert sein muss.

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Genauer betrachtet ist das Erzählen von Erfahrungen, Erlebnissen, Überlieferungen, Ideen und Visionen die Grundlage aller menschlicher Kommunikation, in der Wissen, Geschichte und Regeln gesellschaftlichen Zusammenhalts – wie Religion, Moral, Rechtsprechung – vermittelt, erlebbar gemacht und somit weitergereicht werden.

Geschichten zu erzählen bedeutet, die Bedürfnisse derjenigen, an die sie sich wendet (Publikum) in den Vordergrund zu stellen. Wer Geschichten von sich als Person oder seiner Firma erzählt, erlaubt einen Blick hinter die Kulissen. Das schafft Nähe – sowohl bei den Mitarbeitern und Partnern als auch bei den Kunden.

Somit ist Storytelling eine strategische Kommunikationsentscheidung und Teil der Unternehmenskultur: Faktoren wie Authentizität, Transparenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit sind gefragt.

Denn Unternehmensgeschichten erzählen von Werten, Haltungen und Visionen. Sie vermitteln, wohin die Reise des Unternehmens geht und warum das Unternehmen samt aller Mitarbeiter, Partner und Teilhaber das macht, was es macht.

Was ist Storytelling?

Zunächst einmal setzt sich der Begriff Storytelling aus den englischen Wörtern für Geschichte (story) und Erzählen (telling) zusammen. Durch die Verknüpfung von Informationen und Emotionen wird beim Storytelling langfristig Aufmerksamkeit erzielt und Informationen im Langzeitgedächtnis des Publikums gespeichert. Denn Storytelling ist der bewusste und zielgerichtete Einsatz von Geschichten – egal, ob Sie Storytelling im Online-Marketing, in der internen oder externen Kommunikation, im Marketing, im Vortrag oder Training oder im Change-Prozess einsetzen.

Storytelling ist eine interaktive Form der Kommunikation, in der es zu einem Dialog und Austausch zwischen Publikum und Erzählern kommen kann.

Bisher setzen Unternehmen Geschichten hauptsächlich strategisch ein,

  • um Unternehmenswerte zu vermitteln;
  • ihre Vision, wohin die Reise des Unternehmens geht, vorstellbar zu machen;
  • Konflikte bildhaft erfahrbar zu machen;
  • oder auch Lösungswege aufzuzeigen.

Dabei ist Storytelling viel mehr: Es ist eine interaktive Form der Kommunikation, in der es zu einem Dialog und Austausch zwischen Publikum und Erzählern kommen kann. Zusätzlich kann Storytelling nicht nur Inhalte vermitteln, sondern innovative neue (Konflikt-)Lösungen erarbeiten.

Storytelling als Haltung ist dialogbereit, lösungsorientiert und richtet sich stets an den Bedürfnissen der Zielgruppe.

Bestenfalls erstellt beim Storytelling das Unternehmen beziehungsweise der Storyteller gemeinsam mit der Zielgruppe eine „Bühne“ für die Story.